Bestimmt wissen viele von euch mit diesem "Nebeneinander" nichts anzufangen. Irgendwie ist es auch recht seltsam.
Lasst es mich euch erklären:
Es sind ganz einfach meine Lieblingsnamen.
Anfang der 50er Jahre absolvierte ich eine Kaufmannsgehilfenlehre
in einem großen Kaufhaus. Schon damals gab es die Werbung. Nur sah sie etwas anders aus. Es lief noch nicht viel über die Medien.
Damit die Kundschaft nun zahlreich erscheinen sollte, wurden als besonderer Gag...Werbewochen eingeführt.
Mir persönlich gefiel damals schon die "Italienische Woche" am besten. Sie war phantastisch.
Das war die Zeit, in der ich "Pasta" kennenlernte. Und dann.....den ganzen Tag lang, klang über die Lautsprecher des Geschäftes, Mandolinenmusik...für mich damals verträumte, romantische Klänge und Melodien. H i m m l i s c h !
Dann kam der Tag, an dem die Modenschau stattfand. Vielleicht ahnt ihr schon, was jetzt kommt. Richtig !!!! Die Modefarben waren in dem Jahr....
Lapislazuli und Herbstzeitlose.
Diese beiden Namen mit den dazugehörenden unverkennbaren Farben, trage ich seit der Zeit in mir. Wahrscheinlich hätte ich sogar meine Kinder danach benannt, wenn es nur möglich gewesen wäre.




Ich habe ein wenig im Internet geforscht.

Lapislazuli
Lapislazuli ist ein blauer Stein, der schon seit dem Altertum für Verzierungen verwendet wird. Im Wesentlichen besteht er aus dem blauen Mineral Lasurit und enthält daneben kleine Mengen Calcit, Pyroxen und andere Silicate. Kleine Pyritpartikel, die auf charakteristische Weise in dem blauen Stein verteilt sind, wirken wie Goldsprenkel.
Früher wurde der Stein sehr fein zermahlen und dann für das Pigment Ultramarinblau genutzt.
Heute wird der Lapislazuli auch als Schmuckstein verwendet. Ich habe mir einen in Gold gefassten Anhänger mit Kette gekauft.
Er sieht zauberhaft aus.


Herbstzeitlose
Der lateinische Name ist: Colchicum autumnale L

Aus der bis zu 7 cm langen Knolle wächst die Pflanze auf eine Höhe von 12 – 20 cm. Die Blätter sind dunkelgrün und haben eine längliche Form. Die zart rosa bis violetten Blüten treten ohne Laubblätter auf und können eine Höhe von 10 bis 20 cm erreichen. Die Samen befinden sich in einer braunen Fruchtkapsel. Diese ist von Mai – Juni zu sehen, die Blüten von September bis Oktober.
Die Pflanze ist in Süd-, Mittel- und Westeuropa beheimatet. Sie kommt auf feuchten, lichten Waldungen und feuchten Wiesen massenhaft vor und wird im Gebirge bis in Höhen von 2000 m gefunden.
Die Herbstzeitlose ist extrem giftig.
Der höchste Giftstoffgehalt wird in der Blüte (bis zu 1,8 %) gefunden, die Samen enthalten ca. 0,5 %, die Knolle ca. 0,2 % und die Blätter 0,03 % . Der Gehalt schwankt im Verlauf des Jahres und steigt mit der Reifung des Samens. Er bleibt beim Trocknen erhalten. Das Zellteilungsgift wird auch zur Streckung von Drogen in der Szene verwendet.

Die ganze Pflanze ist sehr, sehr giftig!!

Dennoch: Ich finde sie wunderschön :o))) und auch davon werde ich mir ein Exemplar zulegen.

Nachtrag am 26.9.2004:
Ich habe heute mein eigenes Exemplar fotografiert :o))

       
Ist das nicht hübsch?




Das ist meine kleine Geschichte über "Lapislazuli und Herbstzeitlose"